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Sozialprojekte
Projekt «Esra»

In diesem Projekt unterstützen wir einzelne Kinder und Jugendliche mit einer Krankheit oder Behinderung. Wir finanzieren ihnen und ihren Familien zum Beispiel medizinische Hilfsmittel wie Spitalbetten oder Rollstühle. Oder wir ermöglichen eine medizinische Behandlung im Ausland, in der Regel in angrenzenden Ländern.

Die Unterstützung kann auch Güter für den alltäglichen Grundbedarf umfassen wie zum Beispiel Supermarkt-Gutscheine. Oder wir finanzieren Infrastruktur für die berufliche und soziale Integration, zum Beispiel einen Laptop.

 

Eine Fachgruppe empfiehlt uns jährlich etwa 45 bis 50 Kinder und Jugendliche für unser Projekt. Diese Gruppe besteht aus Vertreterinnen unserer Partnerorganisation «Chesed-Rachamim» in Minsk, des «American Jewish Joint Distribution Committee» (kurz «Joint») sowie einer Sozialarbeiterin des «Jewish Families Outdoor Center» (ebenfalls von «Joint» geführt).

 

Die Unterstützungsbeiträge ermöglichen es den Kindern und Jugendlichen auch, zu Hause in gewohnter Umgebung betreut zu werden. Zwar existiert in Weissrussland seit 2009 ein Gesetz, wonach Kinder mit einer geistigen Behinderung in spezialisierten Zentren betreut werden sollen. Allerdings fehlt es in diesen Zentren sowohl an Fachpersonal wie auch an Erfahrung im Umgang mit den Kindern. Zudem werden Kinder mit einer Schwerstbehinderung oft nicht aufgenommen.

 

Unsere Begegnungen mit unterstützten Kindern und Jugendlichen und ihren Familien berühren uns immer sehr. Und sie zeigen, dass schon ein kleiner Beitrag Grosses bewirken kann.

Drei Erfahrungsberichte:

Alexandra

2015 lernen wir Alexandra (Name geändert) kennen. Die 18-jährige Frau leidet seit dreieinhalb Jahren an epileptischen Anfällen. Wegen der Krankheit musste sie ihre Karriere als Spitzensportlerin aufgeben. Der Traum von Olympia platzte für die talentierte Kunstturnerin.

 

Seit der Diagnose ist Alexandra in Therapie, doch nicht ganz frei von Anfällen. Zudem leidet sie an erheblichen kognitiven und psychischen Problemen. Viele davon sind Nebenwirkungen der zahlreichen Medikamente, die sie täglich einnehmen muss.

 

Mit viel Willensstärke hat sie die Matura geschafft und sich für einen Studienplatz beworben. Nun kann sie an einer Fernuniversität Management für Tourismus oder Sport studieren. Nach dem Treffen mit Alexandra beschliessen wir, ihr für das Studium einen Laptop zu finanzieren. Er soll ihr auch für den Austausch mit Gleichaltrigen dienen.

 

Bei dem Treffen ist auch Alexandras Mutter dabei. Im Februar 2016 erreicht uns folgender Brief von ihr:

«Today is the happiest day for my daughter. For the first time for a long period the smile never left her face. Emotions and happy overfilled her. „Mammy, today the most happy day”, ­she said. She was thinking, dreaming about the computer and believed that she have it [will get it].

But despite for all our dreams the purchase of the computer wasn’t easy decision, because we understand that the main costs in our family are medicine. And thank the support of leaders from AJS my daughter has wonderful laptop.

She wants to learn to edit photos and pictures in Photoshop. She wants very much to learn to make beautiful and art pictures. Computer helps her to chat with friends. Often it’s the only possibility to communicate with her peers because my daughter almost all time at home or in the Hospital.

We would like to say thank you for this wonderful gift, for our enjoyment, happiness and thank you for a dream come true.»

 

Dimitrji

Als wir Dimitrji (Name geändert) 2015 kennenlernen, ist er 15 Jahre alt. Seit Geburt leidet er an einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung. Im kognitiven Bereich sind die Intelligenz- und die Sprachfunktion betroffen. Seine Leber- und Nierenfunktionen sind eingeschränkt. Er muss viele Medikamente einnehmen und regelmässig die Blutwerte kontrollieren lassen. Wegen schlechten Sehvermögens ist er auf Spezialbücher mit grosser Schrift angewiesen. Er wächst überdurchschnittlich schnell (bereits auf fast 2 Meter) und ist übergewichtig.

 

In der Sonderschule, die Dimitrji besucht, bereiten ihm besonders die musischen Fächer Freude. Beim Trommeln, Singen und Tanzen zeigt er gute Leistungen. Im Sommerlager von Chesed hat er viel Anerkennung für sein Sozialverhalten und seine musikalische Auftritte erhalten.

 

Damit Dimitrjis Familie ihr Geld für medizinische Massnahmen verwenden kann, unterstützen wir sie mit Supermarkt- und Lebensmittelbeiträgen. Vor einigen Monaten hatte Dimitrji eine Herzklappenoperation. Seither geht es ihm physisch besser und er ist auch psychisch belastbarer.

 

Lena und Julia

Die Zwillingsmädchen Lena und Julia (Namen geändert) leiden aufgrund ihrer zu frühen Geburt an Retinopathie. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Netzhaut, bei der die Gefahr der Erblindung besteht. Weiter wurden bei den beiden Kindern im Vorschulalter eine Verhaltens- und Emotionsstörung ADHS sowie Defizite in der Sprachentwicklung diagnostiziert.

 

Unser Unterstützungsbeitrag im Jahr 2014 ermöglichte ihnen eine medizinische Behandlung in St. Petersburg. Vielleicht können sie dadurch normal eingeschult werden.

 

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